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25 Jahre FBT: Wie aus einem Handelsunternehmen ein Präzisionsfertiger wurde

September 19, 2026

Am 12. September feierte FBT FEINBLECHTECHNIK ihren 25. Jahrestag. Ein Vierteljahrhundert, in dem sich das Unternehmen von einem Handelsunternehmen zu einem vollständigen Eigenfertiger für Präzisions-Feinblechteile entwickelt hat. Wer heute mit FBT arbeitet, bekommt Schneiden, Fräsen, Biegen und Fügen aus einer Hand. Wer 2001 mit FBT gearbeitet hat, bekam etwas anderes. Der Unterschied zwischen damals und heute erklärt sich am besten technisch.

Vom Handel zur Fertigung: Was sich wirklich geändert hat

Ein Handelsunternehmen kauft Bauteile ein und verkauft sie weiter. Die Qualität hängt vom Lieferanten ab, nicht vom eigenen Prozess. Wer als Einkäufer oder Konstrukteur mit einem Händler arbeitet, kennt das Problem: Toleranzen, die auf dem Papier stimmen, aber in der Serie schwanken. Lieferzeiten, die vom schwächsten Glied der Kette abhängen. Und keine Möglichkeit, direkt in die Fertigung hineinzufragen, wenn ein Bauteil nicht passt.

FBT hat diesen Weg konsequent verlassen. Aus dem ursprünglichen Handelsunternehmen wurde ein Betrieb mit eigener Maschinenausstattung, eigenem Personal und eigener Verantwortung für jeden Fertigungsschritt. Das ist der eigentliche Kern der letzten 25 Jahre: nicht mehr vermitteln, sondern selbst fertigen.

Eine breite Technologiebasis unter einem Dach

Der entscheidende Vorteil einer Eigenfertigung zeigt sich, sobald ein Bauteil mehrere Prozessschritte durchläuft. Bei FBT laufen Zuschnitt, Umformung und Fügung am selben Standort in Koblach. Das bedeutet für Kundinnen und Kunden: ein Ansprechpartner von der ersten Zeichnung bis zur Lieferung, statt Abstimmung zwischen mehreren Lieferanten.

  • Wasserstrahlschneiden gehört zu den vielseitigsten Verfahren im Haus. Geschnitten wird mit einem Hochdruckwasserstrahl unter Zugabe eines Abrasivmittels, nicht mit reinem Wasser. Das Verfahren arbeitet mechanisch statt thermisch, es entsteht also keine Wärmeeinwirkung auf das Material. Dadurch eignet es sich besonders für Werkstoffe, die auf Hitze empfindlich reagieren, etwa bestimmte Verbundwerkstoffe oder Titan. Nahezu alle Werkstoffe lassen sich so trennen, von Metallen über Kunststoffe bis zu mineralischen Materialien.
  • Laserschneiden ist bei FBT das genaueste Verfahren im Haus. CNC-gesteuert und berührungslos bearbeitet der Laser Edelstähle, Stähle, Aluminium und Kupferlegierungen. Wo andere Verfahren an ihre Grenzen kommen, spielt der Laser seine Stärke aus: Er erreicht Geometrische Exaktheit im Feinsttoleranzbereich und eignet sich deshalb besonders für kleinteilige, hochpräzise Bauteile, wie sie in der Elektronik- und Medizintechnik gefragt sind.
  • Frästechnik ergänzt das Portfolio für NE-Metalle wie Aluminium, Kupfer und Messing sowie für Kunststoffe. Gefräst wird dreiachsig auf einem Maschinenbett, das für vibrationsarme Bearbeitung ausgelegt ist. Das Ergebnis sind homogene Oberflächen und hohe Maßgenauigkeit, auch bei komplexeren Konturen.
  • Schwenkbiegen und Abkantpresse decken das Umformen ab. Das Schwenkbiegen eignet sich für dünnere Feinblechteile, wobei kleine Biegespuren am Material sichtbar bleiben können. Für größere Umformoperationen an höheren Materialstärken kommt die Abkantpresse zum Einsatz, hier bleibt die Oberfläche abdruckfrei.
  • Punktschweißen verbindet Edelstahl, verzinntes Blech und Kupferlegierungen. Ergänzt wird das Fügen durch Löten für Kupfer und Messing sowie durch Kniehebel- und Hydraulikpressen für Einpressarbeiten, Prägearbeiten und Tiefziehen.
  • Gleitschleifen, Polieren, Bürsten und Laserbeschriftung runden die Fertigungstiefe ab: Entgraten, Kantenverrundung, Oberflächenfinish und dauerhafte Kennzeichnung, alles im selben Haus.

Präzision, die sich messen lässt

Eigenfertigung bedeutet Verantwortung für die Qualität. Bei FBT wird diese Verantwortung mit einem optischen Messprojektor mit taktiler Tastfunktion wahrgenommen. Das Verfahren kombiniert die berührungslose optische Vermessung mit einer zusätzlichen taktilen Prüfung und deckt so auch Bauteilmerkmale ab, die rein optisch schwer zu erfassen sind. Das ist besonders bei kleinen Bauteilen relevant: Die typischen Werkstücke bei FBT reichen von Fingernagelgröße bis zu etwa einer halben Handfläche. Gerade in diesem Größenbereich entscheidet die Messtechnik darüber, ob ein Bauteil in der Montage tatsächlich passt.

Was die nächsten 25 Jahre tragen soll

Der Wechsel vom Handel zur Eigenfertigung war kein einzelner Schritt, sondern eine Summe vieler kleiner Entscheidungen: eine neue Maschine hier, eine zusätzliche Qualifikation dort, irgendwann eine neue Produktionshalle mit verdoppelter Kapazität. Was am Ende steht, ist eine breite Technologiebasis unter einem Dach und ein Team, das Feinblech im Alltag versteht, nicht nur in der Theorie.

Dieses Wachstum haben wir nicht allein geschafft. Es steht für die Zusammenarbeit mit unseren Kundinnen und Kunden, unseren Partnern im Netzwerk und einem Team, das diesen Weg jeden Tag mitgeht. Danke dafür. Wir gehen die nächsten Jahre gerne gemeinsam weiter.