Werkstoffe für die Ätztechnik

Werkstoffe

Werkstoffe für die Ätztechnik

Für die Ätztechnik eignen sich typischerweise dünne, homogene Metallbleche mit Materialstärken von 0,01 bis 1,0 mm. FBT prüft anhand Ihrer Zeichnung individuell, ob sich Ihr Werkstoff für das chemische Ätzverfahren eignet.

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Eignung

Welche Werkstoffe eignen sich typischerweise für die Ätztechnik?

Für die Ätztechnik eignen sich verfahrenstypisch dünne Metallbleche mit einem gleichmäßigen, homogenen Gefüge. Ein einheitliches Gefüge ist wichtig, damit der chemische Abtrag über die gesamte Kontur gleichmäßig verläuft und präzise Konturen entstehen.

Zu den Metallen, die üblicherweise mit Ätztechnik verarbeitet werden, zählen unter anderem Edelstahl (Chromstahl), Kupfer und Kupferlegierungen wie Messing, Federstahl sowie verschiedene Nickel-Legierungen. Da das Verfahren chemisch, ohne Hitze und ohne mechanischen Druck arbeitet, bleibt das Gefüge des gewählten Werkstoffs dabei vollständig unverändert. Details zum Verfahren selbst erklärt die Ätztechnik-Technologieseite von FBT.

Diese Aufzählung ist qualitativ und versteht sich als typische Orientierung, nicht als abschließende Liste. Bei jedem Auftrag prüft FBT anhand Ihrer Zeichnung, welcher Werkstoff für Ihre konkrete Kontur, Ihre gewünschte Materialstärke und Ihre spätere Anwendung geeignet ist.

  • Typischerweise dünne, homogene Metallbleche
  • Materialstärken von 0,01 bis 1,0 mm
  • Kein Wärmeeintrag, Gefüge bleibt unverändert
  • Kein mechanischer Druck, keine Verformung der Kontur
  • Prüfung Ihres Werkstoffs anhand der Zeichnung

Übersicht

Welche Werkstoffgruppen kommen typischerweise infrage?

Die folgende Übersicht zeigt Werkstoffgruppen, die verfahrenstypisch für die Ätztechnik geeignet sind, und warum sie sich dafür anbieten.

Werkstoffgruppe Typische Eigenschaft Warum verfahrenstypisch geeignet
Edelstahl (Chromstahl) Korrosionsbeständig, homogenes Gefüge Gleichmässiger chemischer Abtrag, saubere Konturen
Kupfer und Kupferlegierungen Gut leitfähig, weich verarbeitbar Verfahrenstypisch für elektrisch leitfähige Formätzteile
Messing Gut zerspanbar, formstabil Feine Konturen bei geringer Materialstärke
Federstahl Elastisch, hohe Festigkeit Geeignet für federnde Formätzteile wie Kontaktfedern
Nickel-Legierungen Beständig, gleichmäßiges Gefüge Stabiler Ätzabtrag auch bei feinsten Strukturen

Diese Übersicht ist qualitativ und keine abschließende Aufzählung. Ob sich Ihr konkreter Werkstoff eignet, klärt FBT anhand Ihrer Zeichnung im persönlichen Gespräch.

Anwendung

Welcher Werkstoff passt zu welcher Bauteilart?

Je nach Anforderung an Leitfähigkeit, Elastizität oder Korrosionsbeständigkeit kommen unterschiedliche Werkstoffgruppen für Ihr Formätzteil infrage.

Edelstahl und Nickel-Legierungen

Verfahrenstypisch für Formätzteile, bei denen Korrosionsbeständigkeit und ein gleichmäßiges Gefüge im Vordergrund stehen, etwa für Abschirmungen.

Kupfer und Kupferlegierungen

Aufgrund der guten Leitfähigkeit verfahrenstypisch für elektrisch relevante Formätzteile, etwa im Bereich der Elektrotechnik.

Federstahl

Durch die Elastizität verfahrenstypisch für federnde Formätzteile wie Kontaktfedern, bei denen die Rückstellkraft entscheidend ist.

Materialverhalten

Warum bleibt das Werkstoffgefüge bei der Ätztechnik unverändert?

Ätztechnik ist ein rein chemisches Abtragsverfahren. Es kommt weder Hitze noch mechanischer Druck zum Einsatz, deshalb bleibt das Gefüge des Werkstoffs bei jeder verfahrenstypischen Materialgruppe vollständig erhalten.

Kein Wärmeeintrag

Ohne thermische Belastung entstehen keine Wärmeeinflusszonen und keine Gefügeveränderung an der Kontur, unabhängig vom gewählten Werkstoff.

Kein mechanischer Druck

Da kein Werkzeug auf das Material einwirkt, bleibt auch die Formstabilität feiner und dünner Werkstücke während der gesamten Bearbeitung erhalten.

Gleichmässiger Abtrag

Der chemische Abtrag verläuft bei einem homogenen Werkstoffgefüge gleichmäßig über die gesamte Kontur, unabhängig davon, welche der verfahrenstypischen Materialgruppen gewählt wird.

Wie diese Eigenschaften konkret in Formätzteile münden, zeigt die Seite Formätzteile fertigen lassen.

FAQ

Häufige Fragen zu Werkstoffen für die Ätztechnik

Welche Metalle eignen sich typischerweise für die Ätztechnik?

Verfahrenstypisch geeignet sind dünne, homogene Metallbleche, unter anderem Edelstahl, Kupfer und Kupferlegierungen wie Messing, Federstahl sowie Nickel-Legierungen. Die konkrete Eignung prüft FBT anhand Ihrer Zeichnung.

Welche Materialstärken sind möglich?

FBT fertigt mit Ätztechnik Materialstärken von 0,01 bis 1,0 mm. Das Verfahren eignet sich damit besonders für feine und dünne Metallteile.

Verändert sich das Gefüge des Werkstoffs beim Ätzen?

Nein. Da weder Hitze noch mechanischer Druck zum Einsatz kommen, bleibt das Gefüge des Werkstoffs bei der Ätztechnik vollständig unverändert.

Kann FBT auch unbekannte oder spezielle Werkstoffe prüfen?

Ja. Senden Sie FBT Ihre Zeichnung und Werkstoffangabe. Die Eignung für die Ätztechnik wird individuell geprüft, eine pauschale Zusage ohne Prüfung gibt FBT nicht.

Sind Vertiefungen bei jedem Werkstoff möglich?

Vertiefungen in festgelegter Höhe, Breite und Tiefe sind grundsätzlich verfahrenstypisch für die Ätztechnik. Ob sie sich für Ihren gewählten Werkstoff und Ihre Kontur konkret umsetzen lassen, prüft FBT anhand Ihrer Zeichnung.

Ihren Werkstoff für die Ätztechnik anfragen

Senden Sie FBT Ihre Zeichnung mit Werkstoffangabe. Wir prüfen die Eignung für die Ätztechnik und erstellen ein konkretes Angebot. Details zum Verfahren finden Sie auf der Ätztechnik-Technologieseite.

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