Verbundwerkstoffe und Carbon wasserstrahlschneiden
Use Case | Verbundwerkstoffe
Verbundwerkstoffe und Carbon wasserstrahlschneiden
FBT schneidet Verbundwerkstoffe und Carbon kalt mit rund 4.000 Bar: ohne Delamination durch Hitze und ohne Faserstaub in der Luft. Von der Einzelanfrage bis zur Serie, ISO 9001 zertifiziert.
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Verfahren
Warum ist Wasserstrahlschneiden für Verbundwerkstoffe und Carbon besonders geeignet?
Verbundwerkstoffe bestehen aus Fasern in einer Kunststoffmatrix; thermische Verfahren können die Matrix verschmoren und Schichten durch punktuelle Überhitzung delaminieren. Der Wasserstrahl trägt das Material kalt und mechanisch ab, ohne die Matrix zu erhitzen und ohne die Faser-Matrix-Verbindung durch Wärme zu schwächen.
Beim mechanischen Fräsen entstehen durch die abrasiven Fasern, insbesondere bei Carbon, Werkzeugverschleiß und feiner Faserstaub. Beim Wasserstrahlschneiden wird dieser Staub vom Wasser gebunden und gelangt nicht in die Luft. FBT arbeitet mit rund 4.000 Bar Schneiddruck bei Materialstärken von 0,1 bis 20 mm und stimmt Vorschub und Druck auf den jeweiligen Lagenaufbau ab. Details zum Verfahren erklärt die Wasserstrahlschneiden-Technologieseite von FBT.
- Kein Wärmeeintrag, keine Verschmorung der Matrix
- Geringes Delaminationsrisiko durch fehlende Hitze
- Kein Faserstaub in der Luft, gebunden im Wasser
- Nahezu rechtwinklige, gratarme Schnittkanten
- Einzelstück bis Serie, ISO 9001 zertifiziert
- Folgebearbeitung im Haus: Fräsen, Laserbeschriftung
Anwendungen
Für welche Bauteile aus Verbundwerkstoffen eignet sich Wasserstrahlschneiden?
Verbundwerkstoffe wie Carbon oder glasfaserverstärkter Kunststoff kommen dort zum Einsatz, wo Festigkeit bei geringem Gewicht gefragt ist. Der kalte Zuschnitt erhält den empfindlichen Lagenaufbau.
Leichtbau im Maschinenbau
Strukturbauteile mit hoher Festigkeit bei geringem Gewicht, deren Faser-Matrix-Verbindung durch den kalten Schnitt erhalten bleibt.
Sportgerätebau
Komponenten aus Carbon oder glasfaserverstärktem Kunststoff mit hoher Steifigkeit und exakter Kontur.
Modell- und Prototypenbau
Funktionsmuster aus Verbundwerkstoffen, ohne Formwerkzeug und ohne Werkzeugverschleiß am Bauteil.
Mess- und Vorrichtungsbau
Leichte, formstabile Bauteile aus Verbundwerkstoffen für Lehren, Aufnahmen und Vorrichtungen.
Fahrzeug- und Anlagenbau
Verkleidungsteile aus Verbundwerkstoffen, bei denen Gewichtsersparnis und Formtreue im Vordergrund stehen.
Prototypen und Einzelstücke
Einzelteile ohne Mindestmenge, ideal für Funktionsmuster vor einer möglichen Serienfertigung.
Verfahrensvergleich
Wasserstrahlschneiden versus Fräsen und Laserschneiden bei Verbundwerkstoffen
Fräsen erzeugt Faserstaub und Werkzeugverschleiß, Laserschneiden bringt Wärme in die Matrix. Der Wasserstrahl vermeidet beide Nachteile.
| Merkmal | Wasserstrahlschneiden | Fräsen | Laserschneiden |
|---|---|---|---|
| Matrixverschmorung | Keine | Möglich durch Reibungswärme | Möglich, Matrix kann verkohlen |
| Delaminationsrisiko | Gering bei passenden Parametern | Möglich bei falschem Vorschub | Erhöht durch Hitze |
| Faserstaub | Gebunden im Wasser | Als Staub in der Luft | Als Rauch und Dämpfe |
| Werkzeugverschleiß | Keiner | Hoch, durch abrasive Fasern | Kein mechanischer Verschleiß |
| Kantenqualität | Nahezu rechtwinklig, gratarm | Sehr genau | Verkohlte Kante möglich |
| Kleinserie wirtschaftlich | Ja | Ja, mit Werkzeugverschleiß | Ja |
FBT bietet Wasserstrahlschneiden und Laserschneiden im Haus. Auf Anfrage beraten wir Sie, welches Verfahren für Ihren Verbundwerkstoff geeignet ist.
Aus einer Hand
Was ist bei einer Anfrage zu Verbundwerkstoffen zu beachten?
Faserausrichtung und Lagenaufbau beeinflussen die Kantenqualität maßgeblich. FBT stimmt Vorschubgeschwindigkeit und Schneidparameter individuell auf den jeweiligen Lagenaufbau ab, um eine Delamination am Rand zu vermeiden.
Fräsen
Ergänzende Bohrungen und Kantenbearbeitung an Bauteilen aus Verbundwerkstoffen.
Laserbeschriftung
Dauerhafte Kennzeichnung von Bauteilen mit Logo, Text oder Teilenummer.
Beratung zum Lagenaufbau
Gemeinsame Abstimmung von Faserausrichtung und Schneidparametern vor der Fertigung.
Verschachtelung
Wirtschaftliche Planung der Konturen auf der Platte, um den Materialeinsatz zu optimieren.
Eine vollständige Übersicht aller bearbeitbaren Werkstoffe finden Sie auf der Materialien-Seite zum Wasserstrahlschneiden. Wie sich Aluminium als weiterer Leichtbauwerkstoff verhält, zeigt die Seite Aluminium wasserstrahlschneiden.
FAQ
Häufige Fragen zum Wasserstrahlschneiden von Verbundwerkstoffen
Warum eignet sich Wasserstrahlschneiden für Verbundwerkstoffe und Carbon?
Der kalte, mechanische Schnitt erhitzt die Kunststoffmatrix nicht, wodurch das Delaminationsrisiko gering bleibt. Gleichzeitig entsteht kein Werkzeugverschleiß durch die abrasiven Fasern.
Entsteht beim Schneiden Faserstaub in der Luft?
Nein. Der beim Schnitt entstehende Faserstaub wird vom Wasser gebunden und gelangt nicht in die Luft, anders als beim mechanischen Fräsen.
Kann es bei Verbundwerkstoffen zu Delamination kommen?
Das Risiko ist bei passend abgestimmten Schneidparametern gering. FBT stimmt Vorschub und Druck individuell auf den Lagenaufbau des jeweiligen Bauteils ab.
Kann FBT Bauteile aus Verbundwerkstoffen nachbearbeiten?
Ja. FBT bietet Fräsen und Laserbeschriftung im Haus an, jeweils abgestimmt auf das jeweilige Bauteil.
Ist FBT FEINBLECHTECHNIK nach ISO 9001 zertifiziert?
Ja. Das Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 gilt für alle Fertigungsprozesse bei FBT, einschließlich Wasserstrahlschneiden und Folgebearbeitung.
Alles zum Wasserstrahlschneiden im Überblick
Zur Technologie-Seite WasserstrahlschneidenVerfahren, Leistungen und Anfrage auf der Hauptseite→
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Senden Sie Ihre Zeichnung oder Bauteilbeschreibung direkt an FBT. Wir prüfen die Machbarkeit und erstellen ein konkretes Angebot, ohne Mindestmenge und ohne Werkzeugkosten. Details zum Verfahren finden Sie auf der Wasserstrahlschneiden-Technologieseite.
